gezwitschert

Die erste Woche

Es ist bereits dem/der ein oder anderen aufgefallen, dass ich in letzter Zeit nicht so viel gebloggt habe. Ihr kennt den Grund: Seit einer Woche und drei Tagen bin ich nun im Vorbereitungsdienst. Zunächst einmal das Wichtigste: Ich fühle mich sehr wohl in meiner Schule! Das Kollegium und die Schülerinnen und Schüler sind klasse!

Eigene Klassen habe ich noch nicht - die werden mir ab November zugeteilt. Die anfänglichen zwei Wochen konzentrieren sich darauf, Grundlagen zu schaffen. Am ersten Tag natürlich die organisatorischen: Wo finde ich die Kreide, Computer und den Kaffee? Wo stehen die Kopierer? Wo sind welche Räume? Wie ist die Sammlung organisiert? Ich nehme an allgemeinen Seminaren in Schulrecht/-kunde, Pädagogik, pädagogischer Psychologie und Grundlagen der staatsbürgerlichen Bildung sowie Fachseminaren in Mathematik, Physik und physikalischen Experimenten teil. Dazwischen beobachte ich Schulstunden vieler Fächer und Klassenstufen von erfahrenen Lehrern. Die wirklich vielfältigen Eindrücke werden anschließend besprochen und vor allem durch Theorie- und Praxiswissen untermauert.

Wir, die Referendare im 1. Ausbildungsabschnitt, werden also vorbereitet auf den praktischen Einsatz, der bereits im Oktober folgen wird. Ich freue mich schon sehr darauf, meine zukünftige(n) Klasse(n) kennenzulernen (vielleicht kenne ich sie auch schon?) und sie auf einem Abschnitt ihres Lebens begleiten zu dürfen!

Ich werde in den nächsten Wochen darüber berichten, wie es weitergeht. Jetzt ist aber erst einmal Wochenende, alle nötigen Aufgaben sind erledigt und ich freue mich auf meine Frau, meine Freunde und meine Hobbys, insbesondere diejenigen, die unter der Woche eingeschränkt werden mussten.

Frühstücksfleisch

Die automatisierten Spamverteiler haben inzwischen auch mein Blog entdeckt. Insbesondere wurden medizinische Produkte im intimen Bereich angeworben (ihr wisst schon...). Schade, jetzt sehe ich mich dazu gezwungen, die bekannten Präventionsmethoden zu aktivieren: jeder kommentierende Besucher muss sich mit einem Captcha auseinandersetzen - und übt derweil ein bischen Mathe.

Ansbach

Bekannterweise hab' ich seit Mittwoch die Seiten gewechselt und bin Referendar am Helene-Lange-Gymnasium in Fürth. Gleich am ersten Tag wurden wir darüber informiert, wie man sich bei einem Amoklauf verhalten soll. In den letzten Jahren hat sich diese Problematik in Deutschland zugespitzt, aber es war immer weit weg: Winnenden, Emsdetten, Kempten, Rötz, Coburg, Erfurt, München, Freising, Meißen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)1. Mit den Verhaltensregeln kam die Realität einen kleinen Schritt näher, mit dem gestrigen Anschlag auf eine Ansbacher Schule war sie da. Weniger als 40 km Luftlinie. Warum machen Schüler so etwas? Wie kann man bereits im frühen Vorfeld eingreifen? Wie kann man die Mitschüler optimal schützen? Fragen über Fragen. Klar ist: Die Antwort darf nicht lange auf sich warten lassen!

1Quelle: Rheinische Post: Gewalttaten an Schulen. 18.09.2009, URL: http://nachrichten.rp-online.de/article/panorama/Gewalttaten-an-Schulen/... (Abruf am 18. September 2009)

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