Dieses Wochenende war die Familie zu Besuch: ich hatte Geburtstag. Und was bekam ich? Unter anderem eine Fernbedienung für eine Spielekonsole, die ich nicht besitze. Warum das?
Weil dieses Gerät zum Beispiel einen eingebauten 3D-Beschleunigungssensor besitzt, der mit ein wenig Programmiererfahrung mit dem Computer ausgelesen werden kann. Zusätzlich ist es möglich, das Gerät dreidimensional im Raum zu orten (jedenfalls theoretisch). Meine Motivation reichte nur für den ersten Teil. Damit habe ich jetzt einen graphischen Beschleunigungssensor mit der Möglichkeit, beliebig viele Diagramme bleichzeitig zu erstellen und in verschiedenen Formaten auszugeben.
Im Bild sieht man oben die z-Achse der Fernbedienung in vier verschiedenen Orientierungen bzgl. des Gravitationsfeldes der Erde, unten sieht man, wie ich das Teil (relativ) rhythmisch schüttle. Nach den Spezifikationen ist ab 3g Schluß, bei mir kommen zumindest ab 4g keine vernünftigen Daten mehr zustande. Aber immerhin ... Yee-ha!
Das gibt es ja nicht! Bekanntlich gab es kürzlich eine so schwere Lücke im Internetexplorer, dass sogar die Tagesschau davor warnte. Es wird vermutet, dass diese Lücke im großen Stil zu Hacker-Angriffen ausgenutzt wurde.
Und jetzt kommt der Hammer: Laut derStandard wusste Microsoft bereits seit Monaten davon! Warum haben die sich erst darum gekümmert, als es in die Presse kam? Ich bin ernsthaft erschüttert.
In der ach so benutzerunfreundlichen OpenSource-Welt wäre das vermutlich schneller gegangen.
Vor zehn Jahren unterstützte Linux kaum Hardware, war nicht benutzerfreundich, dafür aber sehr stabil.
Vor zwei Jahren war - zumindest für meinen Rechner - beides erreicht: Alles funktionierte, alles war leicht zu bedienen, alles läuft stabil - was will man mehr?
In den letzten drei Wochen fand ich leider ein System vor, das den Spieß umgedreht hat: Alles ist bunt und animiert, man weiß sofort, wo man hinklicken muss - ein Traum für jeden Anfänger. Allerdings stürzte mein System häufig ab, der Sound spinnt, Standby geht nicht ordentlich. Eigentlich war diese Blinkerei auf Kosten der Stabiität einer der Gründe, mich überhaupt von meinem vorinstallieren System zu verabschieden und auf Linux umzusteigen!
Nun verwende ich meinen Rechner beruflich und da liegt das Wort Stabilität ganz oben auf der Rangliste. Die Kiste soll funktionieren; nicht mehr, aber auch nicht weniger. Daher musste ich mich schweren Herzens wieder auf dem Software-Markt umschauen. Nach einen kleinen Fehltritt habe ich auch gleich etwas schönes gefunden: Das System mit der roten Spirale! Bis auf eine Kleinigkeit ist jetzt alles genau so, wie ich es haben will: Stabil, funktional und legal. Endlich hat dieses leidige Kapitel Computer einen roten Haken und ich kann mich wieder den wichtigen Dingen des Lebens widmen.